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Vortrag
Vortrag: SUPER A - Man Is Meant to Live, Not Just Survive!
18:00 – 20:00
PHOENIX Halle
Eintritt frei
Was wir heute als Cargo-Kult bezeichnen, entstand Anfang der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts in der Inselwelt des Südpazifik, besonders den Inseln Melanesiens, die von den US-Amerikanern bis Mitte der fünfziger Jahre als Logistik-Stützpunkt für ihr Militär benutzt wurden.
Nachdem die Verbände der US-amerikanischen Streitkräfte mit ihren nicht unerheblichen Reichtümern und ihrer Lebenskultur abgezogen waren, entwickelte sich der heute so genannte ‚Cargo-Kult’. Die Inselbewohner des melanesischen Archipels bauten fortan hölzerne Nachbildungen US-amerikanischer Kampfflugzeuge, rodeten den bis dahin unberührten Dschungel und errichteten Landebahnen und Flughangars. Mit der Kreation eines stehenden Heeres hofften sie nicht zuletzt, die Amerikaner mit ihrer Lebensweise zur Rückkehr bekehren zu können und ihre Schätze anzulocken.
Was dabei als ein magischer „Primitivismus“ erscheinen mag, kann so nicht bestehen bleiben. Dies meint zumindest der melanesische Historiker SUPER A. In einer Erweiterung und kritischen Überprüfung der kulturellen Praktiken seiner Heimat geht SUPER A in seiner multi-medialen Präsentation eben diesen Vorurteilen über den Cargo-Kult nach. Thematisiert werden in seinem Vortrag Wirkungsmechanismus des Cargo-Kultes, Fragen der Simulation und Dissimulation bzw. der Techniken des Erwartungsmanagements.
Diese im Rahmen eines Forschungsprojekts der Transversale und in Zusammenarbeit mit dem HMKV erarbeiteten Ergebnisse stehen im größeren Zusammenhang der Dialektik von Kreativität und Ökonomie, die so heute auch in Europa zur Disposition steht. Freuen sie sich deshalb mit uns auf die Ausführungen SUPER A’s und werden Sie Teil seines Bahn brechenden Entwurfes der Zukunft des Cargo-Kultes.
Freitag, den 5. 6. 2009, 18:00 Uhr
HMKV in der PHOENIX Halle, Dortmund
- Vortrag in englischer Sprache -