Beim Abspielen dieses Videos wird Inhalt von Vimeo eingebettet. Dabei können Daten an Vimeo übertragen werden.

Robotron. Intelligenz und Arbeiterklasse.

Ausstellungsfilm

16:34

Der Siegeszug von Computern und Mikroelektronik seit den 1960er Jahren wird oft als „dritte industrielle Revolution“ bezeichnet. 
In der DDR stand vor allem der Name Robotron für die neue, alle Bereiche der Wirtschaft verändernde Technologie. 
Im Rückblick auf die Geschichte des Kombinats verdichten sich die technischen Möglichkeiten und die daran geknüpften gesellschaftlichen Hoffnungen, aber auch die politischen und ökonomischen Widersprüche, die schließlich zum Scheitern der DDR führten.  

Mit Werken von über 20 Künstler*innen nimmt die Ausstellung die Entwicklungen in der Industrielandschaft des ostdeutschen Staates in den Blick. Es geht um Kybernetik und Bürokratie, Spionage und „Reverse Engineering“, das Glücksversprechen der Automatisierung und die Arbeit im „real existierenden Sozialismus“, um Reinräume und Umweltzerstörung, den Verfall einst wichtiger Produktionsstätten und die ReIndustrialisierung im Großraum Dresden als „Silicon Saxony“. Die Fotografien, filmischen Erzählungen, Installationen und grafischen Arbeiten, die zum Teil in der DDR entstanden sind, zeigen die vielfältigen intellektuellen und ästhetischen Impulse, die bis heute von dieser Episode ausgehen. Die Ausstellung beleuchtet dabei nicht nur ein im Westen relativ unbekannt gebliebenes Kapitel ostdeutscher Industriegeschichte, sondern fragt auch nach möglichen Parallelen in der Entwicklung des Ruhrgebiets bzw. Westdeutschlands.

Credits

Produktion: HMKV 
Kamera: Daniel Schlichter
Schnitt & Konzept: David Kleinekottmann (HMKV) 
Typografie: Wolfgang Schwärzler