-
Archiv
-
Ausstellung
Verstreute Momente der Konzentration. Urbane und digitale Räume
Reale und virtuelle, urbane und digitale Räume wachsen zunehmend zusammen. Gehen oder fahren wir durch die Stadt, bewegen wir uns gleichzeitig durch digitale Datenräume, die sich wie immaterielle Strukturen über gebaute Räume legen. Mobil-telefone, GPS-Empfänger, persönliche digitale Assistenten (PDAs) und andere Handhelds sowie an Häuserfassaden angebrachte Bildschirme ermöglichen es uns, gleichzeitig in realen und in digitalen Datenräumen in Echtzeit präsent zu sein. Diesen Realraum, der solchermaßen mit Informationen angereichert ist, nennt Lev Manovich einen „erweiterten“ oder „verdichteten Raum“ („augmented space“).
Die Ausstellung „Verstreute Momente der Konzentration. Urbane und digitale Räume“ beschäftigt sich mit den Auswirkungen neuer Kommunikationstechnologien auf die uns umgebenden urbanen Räume. Wie verändern diese neuen Kommunika-tionstechnologien, mit denen wir uns (fast) jederzeit und (fast) überall in Datenströme einloggen können, unsere Wahrnehmung dieser Räume? Wie verändern diese (fast) jederzeit und (fast) überall verfügbaren Informationen unser Verhalten in diesen solchermaßen „erweiterten“ oder „verdichteten“ Räumen? Welcher Art sind die Datenräume, die sich über die gebauten Architekturen legen? Und wer benutzt diese immateriellen Strukturen zu welchem Zweck?
Unsere Umgebungen bestehen in der Tat zunehmend aus programmierten – dabei aber unsichtbar bleibenden – Strukturen. Dieser performative Programmcode hat unmittelbare, auch politische Konsequenzen für die virtuellen und realen Räume, in denen wir uns heute bewegen: Indem er festlegt, was in diesen Räumen möglich ist und was nicht, mobilisiert bzw. immobilisiert er seine Benutzer. Der Code wird so zum Gesetz, Code is Law (Lawrence Lessig).
In der Ausstellung „Verstreute Momente der Konzentration. Urbane und digitale Räume“ sind 12 internationale Künstlerinnen und Künstler mit insgesamt 18 Arbeiten vertreten: Renaud Auguste-Dormeuil (F), Osman Bozkurt (TR), Büro für Bild-angelegenheiten (D), Christoph Keller (D), Dariusz Krzeczek (PL), Bettina Lockemann (D), Nicolas Moulin (F), Elisabeth Neudörfl (D), Chris Oakley (GB), Daniel Pflumm (D), Józef Robakowski (PL) und Heidi Specker (D). Sie untersuchen die materiellen und immateriellen Kommunikationsinfrastrukturen digitaler und urbaner Räume, widmen sich kreativen Umgangsweisen mit diesen Räumen, analysieren materielle, architektonische Forme(l)n sowie immaterielle Informa-tionsflüsse und verweisen auf die ambivalente Beziehung von Lokalisierung und Kontrolle. Sie thematisieren damit globale technologische/gesellschaftliche Ent-wicklungen, die sich so auch im Ruhrgebiet vollziehen – einem Ort, der wie kein anderer als verstreutes Moment der Konzentration par excellence gelten kann.
-
Fr
00:00 — 00:00
PHOENIX Halle
Videoprogramm: Verstreute Momente der Konzentration
Parallel zur Ausstellung "Verstreute Momente der Konzentration" finden an den Wochenenden (24./25.6. 1./2.7. 8./9.7. 15./16.7.) jeweils 20.00 Uhr in…
-
Fr
00:00 — 00:00
PHOENIX Halle
Videoprogramm: Corporate World und Public/Transport
FREITAG, 1. Juli 2005, 20 Uhr corporate world Videos von Daniel Pflumm (D/CH) Zusammengestellt von Inke Arns (Hartware, Dortmund) Hartware…
-
Fr
22:00 — 21:59
PHOENIX Halle
Videoprogramm: Städte beobachten
Staedte beobachten Teil 1: Bewegungsmelder Zusammengestellt von Katrin Mundt (Bochum) PHOENIX Halle Dortmund, Freitag, 15. Juli 2005, 20 Uhr Die…
Keine Termine in dieser Kategorie.