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Holding Pattern – Warteschleifen und andere Loops

Holding Pattern – Warteschleifen und andere Loops

Holding Pattern (dt. „Warteschleife“) ist der englische Begriff für die Taktik, mit der Fluglots*innen mehrere Flugzeuge über einem belebten Flughafen in der Luft halten, ohne diese abstürzen zu lassen. Dieses symbolische Szenario entfaltet das Motiv der Fernsteuerung und Beherrschung: das Gefühl, dass menschliche Schicksale eng mit den Kreisläufen der Technologie verwoben sind – durchzogen von Erwartung und Angst, Gefahr und Rettung sowie Geometrie, Ästhetik und sogar Schönheit.

Welche sind die Bewegungsmuster, nach denen sich unser Leben richtet? Entwerfen wir sie selbst, oder werden sie anderswo geschrieben, in dunklen Zonen, die wir nur flüchtig erahnen, aber nie ganz sehen können? Holding Patternpräsentiert eine Auswahl internationaler Künstler*innen, die sich mit den Choreografien, Rhythmen und Algorithmen befassen, die das moderne Leben prägen, mit der Art und Weise, wie Daten verkörpert und wie Körper in Daten verwandelt werden.

Die Ausstellung Holding Pattern geht auf eine Einladung von Anne Hilde Neset (Oslo) an den preisgekrönten Schriftsteller Tom McCarthy zurück, die in seinen Büchern behandelten Themen durch zeitgenössische Kunst zu vertiefen. In McCarthys Publikationen tauchen immer wieder menschliche Figuren auf, die sich in einer Art Schwebezustand (bzw. in Schleifen oder Loops) befinden, und die in die Schaltkreise von techno-informatischen Systemen eingebettet sind.

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